Otto Graf GmbH
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Wie kompostiere ich richtig? Fragen und Antworten zum Thema Kompostieren.

Welches ist der richtige Standort für meinen Komposter?

Achten Sie bei der Standortwahl darauf, dass Ihr Komposter vom Wohnhaus und von den Gartenbeeten aus bequem zu erreichen ist.Denken Sie an Ihre Nachbarn, halten Sie mind. 0,5 m Abstand zum Nachbargrundstück ein. Der Kompostplatz sollte auch mit der Schubkarre gut befahrbar sein.
Stellen Sie Ihren Komposter direkt auf die Erde. Dies ermöglicht den Kleinstlebewesen den Zugang zu Ihrem Komposter. Zum Schutz vor Nagetieren sollte ein Komposter mit Bodengitter (Zubehör) zum Einsatz kommen. Verdichteten Boden vorher auflockern. Beton- und Steinunterlagen sowie Asphalt sind grundsätzlich nicht als Untergrund für Ihren Komposter geeignet.

Sie erreichen eine besonders schnelle Verrottung, wenn Sie den Komposter an einem halbschattigen Platz aufstellen. Der Komposter braucht die Wärme zur Verdunstung des Wasseranteils, darf jedoch nicht vollständig austrocknen, da Feuchtigkeit wichtg ist für den Verrottungsprozess (aber keine Nässe/Staunässe). Er sollte an einem windgeschützten Platz aufgestellt werden z.B. unter Bäumen oder Hecken.
Entscheiden Sie sich für einen geschlossenen Komposter, dieser schützt vor Austrocknen, Vernässen sowie Vogelfraß und Haustieren.

Wie erstelle ich eine sinnvolle Erstbefüllung für meinen Komposter?

Bei der Erstbefüllung wird für die unterste Schicht sperriges Strukturmaterial, wie z.B. zerkleinerte Zweige verwendet. Dies hat den Vorteil, dass Luft von unten leichter in den Kompost eindringen und überschüssiges Wasser besser abgeführt werden kann. Darauf folgen Schichten möglichst gut gemischter Abfälle aus Garten und Küche.Steht Ihnen aktiver Kompost zur Verfügung kann dieser auf die unterste Schicht aufgebracht werden.

Wie kompostiere ich richtig?

Je besser ein Kompost gemischt ist, desto leichter und problemloser verrottet er. Der Komposter sollte nicht gleich voll gefüllt, sondern nur mit den täglich anfallenden organischen Abfällen langsam gefüllt werden. Küchenabfälle haben einen hohen Wassergehalt. Achten Sie auf eine gute Be- und Entlüftung – eine ausreichende Sauerstoffzufuhr ist sehr wichtig. Nasse Materialien sollten mit trockenen und grobe mit feinen Materialien gemischt werden. Bitte bedenken Sie: Der Komposter ist kein Müllhaufen, auf den man bedenkenlos alles kippt. Soll er seine Funktion erfüllen, müssen die Ausgangsstoffe gezielt ausgewählt werden.

Was darf in den Komposter?

Obst- und Gemüseabfälle, Kaffee- und Teesatz, Eierschalen (zerkleinert), Topfpflanzen, Schnittblumen, verbrauchte Blumenerde, Rasenschnitt (trocken und nur in kleinen Mengen) und Laub. Tipp: Nasse Materialien sollten mit trockenen und grobe mit feinen Materialien gemischt werden. Durch gute Belüftung steht dem Erfolg Ihres Kompostes nichts im Wege. Achten Sie darauf, dass der Kompost feucht ist. Kompost darf nicht zu trocken und nicht zu nass sein!

Was darf nicht in den Komposter?

Fleisch, Fisch, Speisereste, Brot, Wurst, Käserinde, Knochen, kranke Pflanzenteile, Asche von Kohle und Grillkohle, Zigaretten, Staubsaugerbeutel und Straßenkehricht, Medikamente und Nussschalen.

Kann ich auch im Winter kompostieren?

Auch im Winter kann kompostiert werden. Um im Winter die teilweise nassen Küchenabfälle optimal kompostieren zu können, sollte das im Herbst gesammelte trockene Laub und Häckselgut als Beimischmaterial zum Kompost dazu gegeben werden. Der Zersetzungsprozess im Komposter läuft während der kalten Jahreszeit vermindert ab.

Wie teste ich den Reifegrad meines Komposts?

Mit dem Kresse-Test können Sie den Reifegrad Ihres Kompostes bestimmen.
1. Ein Einmachglas zu 1/3 mit Kompost befüllen und Kressesamen draufstreuen und leicht angießen und Glas verschließen
2. Beobachten Sie das Wachstum der Pflänzchen
3. Werden die Pflänzchen grün und die Wurzeln weiß, dann ist der Kompost reif genug. Sind die Pflänzchen braun, dann ist der Kompost noch nicht reif.

Kann die Biotonne durch einen Komposter ersetzt werden?

Seit 2015 hat der Gesetzgeber die Biotonnenpflicht eingeführt. Das heißt, alle Kommunen müssen den Bürgern Biotonnen zur Sammlung organischer Abfälle zur Verfügung stellen. Die Kehrseite der Medaille: kostenlos gibt es die natürlich nicht. Diese Biotonne kann allerdings durch Eigenkompostierung ersetzt werden und ist nicht mit laufenden Kosten verbunden. Zudem sind Schnittgut aus dem eigenen Garten sowie Obst- und Gemüsereste aus der Küche kein Abfall, sondern wertvolle Rohstoffe. Sie lassen sich durch Kompostierung einfach im Garten wiederverwenden.

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