Achtung Winter - so machen Sie Ihren Garten frostsicher!

Der Winter steht vor der Tür und Ihr Garten befindet sich noch im „Sommermodus“? Dann sollten Sie jetzt handeln! Aber keine Sorge: Die wichtigsten Arbeiten sind schnell erledigt. Selbst bei Bewässerungssystemen und Regentonnen.

Regenbehälter und Bewässerungssysteme

Es geht doch nichts über eine Eselsbrücke: „Von O bis O, also von Ostern bis Oktober, fahren Sie hier in der Regel völlig sicher mit gefüllter Regentonne“, sagt unser Produktmanager Marcus Seyfried. „Erst wenn die Temperaturen nachts deutlich unter null gehen, wird’s gefährlich.“ Oberirdische Regenbehälter müssen deshalb vor der Frostperiode geleert werden. Wenige Handgriffe reichen dafür allerdings schon aus:

  1. Zulauf von frischem Regenwasser stoppen. Wenn Sie einen GRAF Fallrohrfilter mit Sommer-Winter-Funktion haben, bedeutet das, dass Sie diesen einfach auf Winter stellen.
  2. Hahn öffnen und Behälter entleeren. Den Hahn anschließend einfach geöffnet lassen.
  3. Restliches Wasser auslaufen lassen oder entleeren. GRAF Regenbehälter verfügen hierzu über eine zusätzliche Auslassöffnung. Bei Regentonnen befindet die sich in der Regel unten am Boden, bei anderen Behältern an der Seite, jedoch immer deutlich weiter unten als der Hahn.
  4. Falls noch nicht geschehen, Windsicherung montieren. Das Wasser in der Tonne sorgt normalerweise für sicheren Stand. Wenn das Wasser abgelassen wird, brauchen besonders hohe und schmale Regenbehälter eine Windsicherung. „Bei uns ist die Windsicherung im Lieferumfang enthalten.“, so Produktmanager Seyfried. Da die Sicherung mit der Wand und dem Behälter verschraubt ist, schützt sie die Tonne zuverlässig vor dem Umkippen und damit auch vor Kratzern – auch wenn mal ein starker Wind bläst.

Deshalb muss das Wasser raus

Warum muss das Wasser überhaupt raus und dann auch noch nahezu vollständig? Reicht es nicht, ihm oben ein wenig Platz zu lassen, damit es sich beim Gefrieren ausdehnen kann? „Nein“, betont Seyfried, „ein Gefrieren größerer Mengen Wasser im Behälter hätte, ähnlich wie in einer geschlossenen Wasserflasche, „eine gewisse Sprengkraft – das ist simple Physik" “, sagt Seyfried. Eine Restmenge von 2-3 Zentimetern macht nichts, aber bis zum Auslaufhahn oder höher darf das Wasser einfach nicht mehr stehen. Das Prädikat „winterfest“, das einige Hersteller an ihre Produkte vergeben, bezieht sich immer nur auf das Material selbst, nicht etwa auf seine Festigkeit gegenüber gefrierendem Wasser. „Es gibt keine Lösung auf dem Markt, die dauerhaft standhält, wenn aus Wasser Eis wird“, erklärt der Experte.

Zisterne: das wahre Winterfest

Der einzige Regenbehälter, der wirklich winterfest ist, ist demnach ein unterirdischer, also eine Zisterne in frostfreier Tiefe ab etwa 60 bis 80 Zentimetern unter der Erde. Bei ihr kann das Wasser sogar im Winter laufen. Das Wasser beziehungsweise die Leitungen müssen hierfür ausschließlich im frostfreien Bereich verlegt werden, d.h. ebenfalls 60 bis 80 Zentimeter unter der Erde oder durchs Haus. Ansonsten gilt auch für die Zisterne:

  1. Alle Entnahmestellen entleeren, welche nicht im frostfreien Bereich liegen (z.B. Wassersteckdose oder -zapfsäule)
  2. Stromversorgung Tauchpumpe ausschalten

Das Wasser darf drinbleiben und auch weiteres Regenwasser zufließen. Das ist der Unterschied zum oberirdischen Regenbehälter.

Unsere Komplettpakete bieten alles, was zur professionellen Regenwassernutzung benötigt wird und sie benötigen keinen kostbaren Platz im Garten. Wer einen Regenwassertank sein Eigen nennt, hat kurz vor dem Winter leichtes Spiel.

Vorsicht ist jedoch bei an die Regenwassernutzung angeschlossenen Bewässerungssystemen wie Versenkregner oder einer Tröpfchenbewässerung geboten. Diese müssen im Winter ebenfalls geleert sein. Sie sollten mit einem Kompressor gut ausgeblasen werden. Ein guter Zeitpunkt dafür wäre Mitte Oktober, wenn die Nächte auch schon genügend Feuchte mit sich bringen, sodass im Garten wenig oder auch gar nicht mehr gegossen werden muss.

Empfindliche Pflanzen

Ansonsten gilt es natürlich auch, sich um die Pflanzen zu kümmern. Schnell rein mit den nicht winterharten Pflanzen, die noch in Töpfen und Kübeln im Garten oder auf der Terrasse stehen. Den Winter überstehen sie am besten in einem hellen, kühlen Raum, nicht in der warmen Küche oder dem geheizten Wohnzimmer. Für empfindliche Pflanzen im Beet braucht es einen anderen Fahrplan: Decken Sie diese am besten ab. Dazu eignet sich ein Vlies oder Tannenreisig. Drum herum bildet Mulch eine schützende Umgebung am Boden.

Rasen und Laub

Der Rasen sollte möglichst so spät wie möglich vor den kalten Tagen gemäht werden. Denn wenn es danach noch einmal warm wird, wächst er weiter. Auf den Tag genau kommt es dabei aber nicht an, denn: Viel wichtiger ist es dem Rasen, dass Sie ihn vom Laub befreien. Laub schadet den Gräsern, wenn es liegen bleibt und es darunter zu faulen und zu schimmeln beginnt. Am schonendsten für die Welt der Kleintiere wie Spinnen und Insekten, aber auch die der Pflanzen selbst ist es, wenn der Laubsauger dabei im Schuppen stehen bleibt. Stattdessen besser zum Rechen oder Laubbesen greifen. Wo das eingesammelte Laub dagegen guttut: „Man kann es unter Hecken und zwischen die Sträucher kehren und auf Beeten verteilen“, gibt NABU-Expertin Marja Rottleb in Presseartikeln als Tipp. „Das ist nicht nur ein guter Frostschutz, sondern auch Lebensraum für Igel, verschiedene Insekten, Mäuse und Kriechtiere.“

Den Garten umstechen?

Klar kann man den Garten oder die Beete umstechen. Mittlerweile sind sich die Experten in dem Punkt nur nicht mehr einig, ob das was bringt oder nicht. Das Umgraben bringe die sensiblen Mikroorganismen im Boden durcheinander, sagen die einen. Andere sehen genau hierin den Vorteil. Bei sehr festen, lehmigen Böden hat es aber nach wie vor einen Vorteil: Die dicken Erdschollen werden so vom Frost aufgesprengt, die Erde wird dadurch feiner.

Sträucher, Stauden, Blumen

Sie können vor dem Winter auch schon Sträucher, Stauden und verblühte Blumen widmen. Wem die absolute Ordnung im Garten am Herzen liegt, der kann das schon tun, bevor die große Kälte kommt. Wer diesen Teil der Arbeit aber gerne noch etwas liegen lässt, hat dafür vielleicht sogar die besseren Gründe: Denn alles, was auch jetzt noch stehen bleibt, bietet Insekten Schutz und den Vögeln im Winter Futter.

Teich

Wenn Sie den Teich nicht schon winterfest gemacht haben, dann wird es jetzt Zeit dafür. Wer die Teichbepflanzung zurückschneidet, reduziert die Algenbildung. Wichtig vor dem Frost ist aber vor allem:

  1. Den Teichfilter entleeren und trocknen.
  2. Die Pumpe entfernen und in einen Eimer mit Wasser legen, damit die Dichtungen über den Winter nicht porös werden. Frostfrei lagern.

Der kluge Gärtner pflanzt vor?

Übrigens: Wer jetzt noch die Zeit hat, für das Frühjahr vorzuplanen, der kann noch die Restwärme im Boden nutzen, die ihm im Frühjahr fehlt. Jetzt lassen sich schon Gehölze, Bäume, Sträucher und ausgewählte Stauden pflanzen.